Berufserfahrung weltweit: Auslandspraktikum ja oder nein?

Ein Praktikum in einem Software-Unternehmen in Indien, in einer Schule in Ghana oder im Nationalpark in Costa Rica – Einen ersten Einblick in deinen Traumjob kannst du überall auf der Welt sammeln. Hier erfährst du, was du über ein Auslandspraktikum wissen solltest.

Ein Praktikum im Ausland kann unglaublich wertvoll sein!
Mit der richtigen Vorbereitung wird dein Auslandspraktikum ein hammer Erlebnis! Foto: oneinchpunch

Ist ein Auslandspraktikum etwas für mich?

Wie finde ich eine Auslandspraktikum?

Als erstes solltest du einmal überlegen, ob du Verwandte oder Bekannte mit Kontakten zu internationalen Unternehmen hast. Oder kennst du vielleicht sogar selbst eine Firma, bei der du vielleicht schon mal gearbeitet oder ein Schülepraktikum gemacht hast, mit Standorten in anderen Ländern? Erste nützliche Infos kannst du dir an diesen Stellen holen. Natürlich gibt es aber zudem extra Online-Stellenbörsen, bei denen du nach passenden Stellen für ein Auslandspraktikum suchen kannst. Auch auf den Websites der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit oder Instituten wie der Konrad-Adenauer-Stiftung, Friedrich-Ebert-Stiftung oder des Goethe-Institut könntest du fündig werden. Tipp: Ofmals ist es sinnvoller, wenn du den für dich interessanten Arbeitgeber direkt kontaktierst - nicht immer sind die Plätze ausgeschrieben.

Tatsächlich bieten dir manche Agenturen an, dein Auslandspraktikum einfach wie eine Reise zu buchen. Du teilst ihnen mit, in welches Land und in welche Branche du möchtest und sie vermitteln dir eine Stelle. Praktikumsvertrag, Versicherung, Visum, Wohnungssuche - das alles regeln sie für dich, wenn du es möchtest. Ein großer Vorteil: Häufig werden auch spezielle Sprachkurse angeboten. Außerdem hast du einen Ansprechpartner vor Ort, falls es ein Problem gibt. Der große Haken: Der Service hat seinen Preis. Du zahlst eine Vermittlungsgebühr, die zwischen mindestens 500 und 1100 Euro liegen kann. Der Flug, die Unterkunft oder ein Sprachkurs kosten dann noch mal extra.

Berufserfahrung weltweit: Auslandspraktikum ja oder nein?
Ein Auslandspraktikum sollte gut geplant werden Foto: stock.adobe.com / lightfield studios

Wo du wohnst und wie du anreist, sind Dinge, die geklärt werden müssen. Außerdem solltest du harausfinden, welche Impfungen notwendig sind und ob du eine Auslandskrankenversicherung und am besten auch eine Unfall- und Haftpflichtversicherung hast. Eventuell bist du automatisch über deinen Arbeitgeber krankenversichert. Vergiss bitte auch nicht einen Vertrag für dein Auslandspraktikum abzuschließen. In diesem sollte geregelt sein, ob du eine Vergütung bekommst.

Muss ich für ein Praktikum im Ausland bestimmte Voraussetzungen erfüllen?

Du solltest mindestens 18 Jahre alt sein und die Fremdsprache des jeweiligen Landes beherrschen - bzw. Englisch sprechen. Manche Unternehmen erwarten unter anderem auch fachliche Vorkenntnisse von ihren Praktikanten. Außerdem benötigst du für manche Länder ein Visum.

Bei deinen Bewerbungen fürs Auslandspraktikum gilt wie bei jeder: Setze dich frühzeitig dran, gib dir Mühe und passe sie aufs jeweilige Unternehmen an. Am besten sollte sie in der Landessprache oder der Firmen eigenen Sprache verfasst sein. Lass sie daher immer nochmal von anderen prüfen, um unnötige Fehler zu vermeiden. Informiere dich vorher, ob du landesspezifische Regeln im Bewerbungsprozess beachten musst. Plus: Oft kommen im Ausland Referenzschreiben (z.B. von Arbeitgeber, Lehrer, Professor) besser an als gute Zeugnisse.

Flug, Wohnung, Essen - Wie soll ich das denn alles bezahlen?