Bad Boy: Daran erkennst du ihn! ?

Bad Boys sind sexy – das scheint gerade in den Medien die generelle Meinung. Doch was macht sie aus? Warum sind sie so anziehend? Und nicht gut für uns?

Bad Boy: Daran erkennst du ihn! ?
Foto: Finn Hafemann / iStockphoto

5 Gründe, warum Mädchen auf Bad Boys stehen!

Der Bad Boy soll vor allem Instinkte ansprechen: Der stoische, schweigsame Typ, der mit jedem seiner wenigen Worte nur weitere Rätsel aufgibt, die nur darauf warten, gelöst zu werden. Vornehmlich von einer Person, die für ihn schwärmt. Beziehungsweise für die Vorstellung, die sie sich von ihm macht, denn ein wahrer „fieser Junge“ würde niemals die eigenen Emotionen und Gedanken auf der Zunge tragen!

Der Bad Boy ist hart – er braucht andere Menschen nicht, aber er lässt einige wenige nah an sich heran. Wer einen Bad Boy kennenlernt, der will zu diesem engen Kreis gehören, denn sie versprühen eine ungemeine Faszination. Wie viel wirklich am Ende dahinter steht, das ist leider immer so eine Sache. In den Medien, besonders in Hollywood-Produktionen, ist dieser Typ Mensch selten eine leere Versprechung. Er tut nicht nur cool und unnahbar – er ist es wirklich. Und umso wundervoller ist es (meistens für die Frau in solchen Geschichten), wenn der Bad Boy eine Person auserwählt, ihn „zu retten“.

Was macht einen Bad Boy aus?
Hardin ist ein aktuelles Beispiel für das "Bad Boy"-Klischee Foto: Constantin Film Verleih GmbH

  • Er ist schweigsam und lässt sich nicht gerne auf wortreiche Gespräche ein
  • Man weiß nie genau, was er als nächstes tut
  • Er ist spontan
  • Er hat eine tragische Vergangenheit, die oftmals der Grund für sein Verhalten ist
  • Er ist ein Beschützer – meist von „schwachen Frauen“
  • Er weiß genau, was er will – oder auch nicht will
  • Körperlich ist er fit bis muskulös
  • Er schaut zunächst auf die eigenen Bedürfnisse – was andere von ihm wollen oder gar erwarten, spielt dabei keine große Rolle
  • Er bleibt stets gelassen. Wo andere sich aufregen oder nervös werden, bleibt er cool

Die Wissenschaft hat sich bereits mit dem Thema auseinandergesetzt, um herauszufinden, wieso dieser Typ Mensch bei vielen anderen so beliebt ist. Zumindest bei manchen Frauen wurde so eine mögliche Erklärung herangezogen, warum sie einen Bad Boy attraktiv finden: Einer Studie nach haben Frauen während des Eisprungs eher Verlangen nach charismatischen und körperlich fitten Männern – und weniger nach zuverlässigen und netten. 😮 In dieser Zeit werden solche Männer offenbar eher als hingebungsvolle Väter wahrgenommen.

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  • Er ist in der Regel zumindest kriminell veranlagt
  • Er neigt zum krassen Egozentrismus
  • Emotional und psychisch ist er in vielen Situationen äußerst instabil
  • Es besteht das Potenzial zu körperlichem Missbrauch
  • Oftmals mehr am sexuellen Aspekt einer Beziehung interessiert
  • Treue gehört nicht zu den Stärken des Bad Boys
  • Er neigt zum Lügen

Der Bad Boy im echten Leben

Der Bad Boy in Filmen und Serien ist ganz klar auf Sexappeal getrimmt – und es wirkt! Wir lieben Edward, Hardin, Jess und wie sie alle heißen. Denn sie sind hot. Und mysteriös und intelligent und wir sind überzeugt davon, sie vor sich selbst retten zu können! Im echten Leben sind Eigenschaften wie Unverlässlichkeit, Alkoholismus, Egozentrismus und Untreue leider aber so gar nicht sexy. Meist sind Menschen, die uns ständig verunsichern, uns ein schlechtes Gefühl geben und schlimmstenfalls sogar richtig mies behandeln im „besten Fall“ toxische Menschen – im schlimmsten sogar Psychopath*innen! Von beiden Sorten sollten wir einen großen Bogen machen. Denn allzu schnell ist man in einer toxischen Beziehung, die irgendwie so gar nichts von dem wilden Abenteuer hat, die wir auf der Leinwand sehen.

Was nicht heißen soll, dass der Bad Boy im echten Leben unbedingt zu meiden sein sollte. Denn ist ja so: Das „Bad Boy“-Klischee lässt sich schwerlich auf echte Menschen mit echten Gefühlen, echter Vergangenheit und Ansichten übertragen. Klar, vieles am „Bad Boy“-Klischee ist ziemlich toxisch (männlich), doch hat ein Mensch diese Eigenschaften, dann ist er vielleicht ein bisschen „Bad Boy“ – aber nicht auf die ungesunde Weise!

Wie schon oft gesagt: Das „Bad Boy“-Image ist ein Klischee und oftmals für beide Seiten (den Bad Boy und Menschen, die mit ihm zu tun haben) eher ungesund. Die Beispiele oben sollen zeigen, dass man sehr wohl ein „Bad Boy“ sein kann, ohne dabei andere Menschen zu verletzen oder zu nerven. Sieht man von den toxisch männlichen Eigenschaften einmal ab, hat das Klischee des Bad Boys nämlich ziemlich attraktive Eigenschaften zu bieten. 😉