Jugendbeirat: So lief das erste Treffen ab

Der Jugendbeirat tagte zum ersten Mal und BRAVO war live dabei. Wer sind die Mitglieder und was erhoffen sie sich vom Beirat? Wir haben nachgefragt!

Jugendbeirat: So lief das erste Treffen ab
Der Jugendbeirat traf sich zum ersten Mal! Julia, Linus, Merlin Bloch, Dorothee Bär, Ingo Faulstich, Nico Becker und Lea waren dabei (v.l.n.r.) Foto: BRAVO

Das sind die Mitglieder vom Jugendbeirat

Im Bundeskanzleramt trafen sich zum ersten Mal die Mitglieder vom Jugendbeirat: Mit dabei waren auf der Seite der Jugendlichen Lea (13), Linus (13) und Julia (19) und auf Seite der Erwachsenen Merlin Bloch (Leiter Fokusgruppe Jugend), Ingo Faulstich (Vertreter Bundeselternrat) und natürlich Staatsministerin Dorothee Bär! In der Vorstellungsrunde betonte die Politikerin erneut die Bedeutung des Jugendbeirats: So könne Veränderung nur gemeinsam „MIT den Jugendlichen“ stattfinden. Besonders in der Corona-Pandemie sei noch einmal klargeworden, dass „Ältere die Situation der Jüngeren nicht nachvollziehen können.Umso wichtiger sei der Austausch mit den Jugendlichen, von denen drei von euch in den Jugendbeirat gewählt wurden!

Linus will Tablets für alle

Linus interessiert sich bereits seit seinem fünften Lebensjahr für Politik, schaute früher „Logo“ und wechselte dann zur „Tagesschau“. Krass, wir haben in der Zeit (und noch lange danach) mit Lego gespielt, aber gut. 🤣 Die Politik begleitete ihn bereits durch seine Familie – sein Onkel und seine Großtante sind und waren aktiv in der Politik tätig. Die Pandemie habe ihm gezeigt, dass die Digitalisierung in Deutschland nicht funktioniere. Schüler*innen ohne (guten) Internetanschluss sind vom Lernen ausgeschlossen, wie er selbst mitbekommen habe. Seine Lösung: Tablets – und zwar für alle! „Ich habe ausgerechnet, wie viele Schüler*innen es ungefähr in Deutschland gibt, was ein Tablet im Durchschnitt kostet und komme damit auf ungefähr 3,5 Milliarden Euro.“ Eine ordentliche Summe, die er da von der Politik fordert!

Doch Frau Bär findet die Idee nachvollziehbar – und nicht unrealistisch. Sie gibt zu: „Alle 16 Bundesländer haben sich beim Thema Digitalisierung nicht mit Ruhm bekleckert.Der Digitalpakt Schule ist bereits wegen der Pandemie aufgestockt worden, doch denkbar sei auch eine Förderung seiner Idee, die vor allem Kindern und Jugendlichen die Last im Schulranzen abnehmen soll. „Schulbücher sind schließlich auch umsonst“, argumentiert die Staatsministerin. Und die könne man sich Dank der Tablets sparen – und eine Menge Papier obendrauf, denn Arbeitsblätter gäbe es dann auch eher digital!

Lea wünscht sich weniger Plastik

Plastik ist in unserem Alltag kaum noch wegzudenken – was nicht nur schlecht sein muss! Würden wir Plastik wie Gold behandeln, wären wir alle immens reich. Doch leider sehen die meisten Menschen den Kunststoff als Wegwerfprodukt. Solange sich das nicht ändert, wünscht sich Lea eine Alternative: Glas! Dies ließe sich besser recyclen als Plastik – und wird unter Umständen auch nicht ganz so achtlos weggeworfen. ♻

Julia will eine Förderung für sozial schwache Familien

Jugendbeirat: Julia will sozial schwächere Familien fördern
Was lernen wir in der Schule? Sicherlich nicht, welche Versicherungen wichtig sind oder wie man eine Steuererklärung macht Foto: skynesher / iStockphoto

Auch Julia sieht sich weniger als politisch aktive Person – auch wenn sie Schulsprecherin ist. 😉 Zum Verhalten der Regierung – nicht nur während der Corona-Pandemie – hat sie eine klare Haltung: „Es wird über unsere Köpfe entschieden.“ Und genau das möchte Julia nicht weiter hinnehmen. Sie möchte eine grundsätzliche Überarbeitung des Bildungssystems.

Wie geht es weiter?

Während die Zukunft wie so oft in den letzten eineinhalb Jahren auch in diesem Fall ungewiss ist, sind die Teenager optimistisch.Es ist ein Schritt nach vorne“, sagt Linus. Die Ideen der drei könne gut miteinander kombiniert werden – eine Meinung, die auch der stellvertretende Landeselternsprecher Faulstich und Jugendbeirat-Mitglied Julia teilen. „Ich hoffe, dass nun Action reinkommt“, sagt sie. Auch Lea will, dass die Aktion sich nicht im Sande verläuft und ist zuversichtlich, dass sie „eine Veränderung bewirkt haben“. Linus sieht das Ganze realistisch – und nicht ohne Hoffnung:Das dauert jetzt keine 2 Tage, vielleicht eher Jahre, aber ich glaube, gemeinsam schaffen wir das!